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Wann ist eine Behandlung beim Hund sinnvoll?
Hunde haben einen angebohrenen, starken Bewegungsdrang. Sie neigen
bei Schmerzen zu Tapferkeit, wer im Rudel läuferisch nicht mithalten kann
bleibt alleine zurück, was wiederum in der Natur den sicheren Hungertod
zur Folge hätte. Da weder Hunde noch Pferde Schmerzen kommunikativ,
sondern nur über Körpersprache mitteilen können sind auffällige Zeichen z.B.:
• Schonhaltung
• Verminderte Spielfreude
• Allgemeine Bewegungsunlust
• Verweigerung Treppen zu steigen oder ins Auto zu springen
• Beschwehrliches Aufstehen nach längeren Ruhepausen
• Große Unruhe oder sogar Aggresivität ausgelöst durch Schmerzen
Wie läuft so eine Behandlung ab?
1. Anamnese erstellen (Vorgeschichte des Hundes mit Hilfe des Besitzers
erkunden). Dazu gehören u.a. Bezugspersonen, Tagesabläufe, Fütterung
2. Adspektion des Hundes im Stand, darauf folgende Ganganalyse.
Vorführen von Sitz, Platz, Treppensteigen usw. beim Hund.
3. Ausrüstungsanalyse, wichtig um exogene Traumata (z.B. Halsbänder, Geschirre
oder Halti) zu vermeiden und als Ursache für Probleme ausschließen zu können.
4. Kontrolle der Zähne, des Ernährungs- und des Allgemeinzustandes.
5. Palpation und Thermographie des Hundekörpers auf Muskerverletzungen
oder Entzündungen.
6. Befundung und Testung der einzelnen Gelenke und Wirbelkörper.
7. Behandlung der festgestellten Läsionen, Blockaden und einzelnen Störungen.
8. Gemeinsame Besprechung der einzelnen Punkte,
außerdem wenn erforderlich die Erstellung von:
• Trainingsvorschläge, welche evtl. für eine sinnvolle Ergänzung zur Behandlung
sehr wichtig sind, um möglichst schnelle und langfristige Erfolge erzielen zu können.
• Erwünscht ist dabei auch in Zusammenarbeit mit Hundebesitzern und -Trainern.
9. Eventuell Änderung der Fütterung und das Erstellen eines neuen Futterplanes.
10. Manchmal ist ein Nachbehandlungstermin nach 14 Tagen nötig.
Dies ist aber individuell verschieden und abhängig davon, über welchen
Zeitraum sich die Probleme des Hundes vorher manifestiert haben.
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